Schloßbesuch

Viele von uns haben bei Ihren Reisen Schlösser in aller Herren Länder besucht. Aber die wenigsten kennen  die Schlösser in der näheren Umgebung. em-schloßbesuch

Dem abzuhelfen war unser Ziel.

Nach seiner Renovierung und Eröffnung als Museum im Herbst 2009  trafen wir uns jetzt  am 23. März vor dem Schloß Schönhausen in Berlin-Pankow zu einer geführten Besichtigung. Der Schnee war gerade verschwunden, die Bürgersteige wieder begehbar und der Schloßpark noch winterlich grau, allerdings ließen sich hier und da schon einige Krokusspitzen und Schneeglöckchen sehen und blinzelten wie wir in die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Der kenntnisreiche Führer schlug den Bogen von der ersten Besitzerin dieser Sommerresidenz,  der preußischen Königin Elisabeth Christine, Gemahlin Friedrich des Großen, bis zum kurzen Zwischenspiel als Amtssitz des ersten Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, dessen im Stil seiner Zeit eingerichtetes Arbeitszimmer zu sehen ist und der Nutzung als Gästehaus der nach internationaler Anerkennung strebenden „Pankower Regierung“, wie ein rheinischer Bundeskanzler immer zu sagen pflegte.

Für uns Malermeister war auch einiges Fachliche bemerkenswert.

 Ende des 18. Jahrhunderts waren Papiertapeten das modernste, was man sich vorstellen konnte. Stoffe, Leder und Holzvertäfelungen konnten an Vielfalt der Muster und vor allem preislich nicht mithalten. Und in einem armen Land wie Preußen, wo die Marmormalerei anstelle echter Steintafeln und geprägtes Zinkblech anstatt teurem Außenstuck angewendet wurde, war der Preis ein starkes Argument.

Die Originaltapeten waren noch vor dem II.Weltkrieg aus Umbaugründen von den Wänden genommen worden und überlebten wunderbarer Weise die turbulenten Zeiten. Sie schmücken nun restauriert wieder einen Raum.

Das Badezimmer, fliederfarben die Wände und anthrazit der Fußboden gefliest, für den heutigen Geschmack schon wieder gewöhnungsbedürftig, mit 1990 für die Königin Beatrix der Niederlande eingebauten Badarmaturen von Grohe.

Für ein Staatsgästehaus eigentlich alles recht bescheiden. Schloß Meseberg, das heutige Refugium für Staatsgäste, wird wohl etwas aufwendiger ausgestattet sein.

Nach gehabtem Kunst- und Kulturgenuß spazierten wir ein Stück die Ossietzkystr. in Richtung Kirche entlang und erfreuten uns dann an den Kochkünsten des dort befindlichen Chinarestaurants.

Am 20.April werden wir uns wieder in der zu einem gemütlichen Nachmittag in der Torstraße treffen 

 

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